So Arbeit ist geschafft.
Morgen müssen wir dann das letzte mal ran und dann fahren wir in den Urlaub :-)
Für uns fühlt es sich wirklich so an.
Aber jetzt erstmal die Fortsetzung von meinem Bericht über den kleinen Weltuntergang.
Seit heute ist es offiziel: das gestern war ein richtiger Tornado. Die Sturmwarnung kam auf der Insel an, als schon alles vorbei war.
Erstmal zu unseren persönlichen Lage. Uns ist GOTT SEI DANK!! nichts passiert und mein wunderbarer Schatz hat, mit Hilfe eines Wassersaugers, unser Wohnzimmer trocken gelegt und das Bett trocken gefönt. Abends haben wir noch lange zusammen gesessen und über die Ereignisse gesprochen um sie zu verarbeiten.
Ein kleiner Lagerbericht:
Das meiste ist grob bis provisorisch wieder aufgebaut. Liebe Wuppies, stellt euch auf ein paar nicht so schöne Bilder ein.
Gestern ist ein Balkon runter gekommen und fast jedes Dach im Westdorf hat Ziegel verloren (auch bei unserem) und noch immer liegen Zaunteile und Blumentöpfe in der Gegend rum. Der Dachdecker ist für die nächsten drei Monate ausgebucht.Überall lagen gestern Strandkörbe am Strand verteilt und in den Dünen herum und die ganzen Kühlkontainer (die sind so groß wie Basti und wiegen ca. 100 Kilo) lagen kreuz und quer in den Straßen und Hauseingängen. Ganz besonders schlimm hast es die ev. Kirche und die alte Post erwischt. Dort wurden ganze Teile von Dach mit runtergerissen. Noch immer besteht die Gefahr das lose Dachziegel nachträglich runterfallen. Basti hat mir erzählt, dass eine Dachziegel vor seinen Füßen runtergekommen ist.
Wir alle hatten viel Glück im Unglück.
Ich bin mir sicher, dass Gott direkt unter uns war. Trotz der ganzen Ziegel, Strandkörbe, Steine, Kühlkontainer und dem Wasser und Wind gibt es nur zwei offiziel Verletzte und auch die sind nicht schwer verletzt. Es ist ein Wunder!!! Ich bekomme richtig Bauchkribbeln, wenn daran denke, was Gott da für uns getan hat.
Mein persönliches Wunder ist die Geschichte von einer Frau mit Kinderwagen, die versucht hat sich in die Teestube zuretten und kurz vor ihrem Ziel vom Wind auf die Wiese geschleudert wurde. Dabei ließ sie den Kinderwagen los. Dieser hat dann mehrere Loopings gemacht und ist die Wiese dabei runtergefallen. Das Wunder: Mutter und Kind ( das Kind war in dem Kinderwagen) haben "nur" einen Schock!!!!
Ich glaub, jeder hat so ein Wunder gestern gesehen. Sandra ( Lebensgefährtin von Tüte) hatte gestern Geburtstag (der ist spontan ins Wasser gefallen) und hat heute erzählt, dass sie gestern, als der Sturm los ging, im Verhungernix im Hafen war. Dort haben sich die Leute auf den Boden gelegt, weil die Wippen (Handkarren um das Gepäck zu transportieren) zehn Meter in die Höhe geflogen sind und naturlich auch wieder runtergekommen sind. Tüte und unsere Vermieterin Frau Otto waren während des Sturmes auf dem Wasser und auch ihnen ist nichts passiert.
Leider hatten nicht alle so viel Glück wie wir. Helgoland musste den Notstand ausrufen und dort gibt es auch mehr Verletzte.
Wir sind alle hier sehr froh so gut aus der Situation raus gekommen zusein und heute war schon fast alles wieder normal.
Jetzt hoffen wir, dass wir einen Zug mit funktionierender Klimanalage erwischen und gut nach Hause kommen UND dass wir uns bei den vielen tollen Gedichten für einen Sieger entscheiden können. Für mich haben alle gewonnen, weil sie alle mit ins Album kommen werden.
Ich wünsch euch ne gute Nacht und den Wuppies morgen ne gute Reise!
eure Wiebke
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1 Kommentar:
Ich bin geschockt, wie sich das Wetter in den letzten Jahren verändert hat. So heftige Tornados gabs es doch bestimmt noch nie in Deutschland oder? Das ist schon beängstigend.
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